«Das Ende ist nah!»

Die Vorstellung eines Weltuntergangs ist vermutlich so alt wie die Menschheit. Sogar in unserer «aufgeklärten» Gesellschaft ist im Hinblick auf die Zukunft der Erde Pessimismus spürbar.

 

 

Aus historischer Sicht ist es bemerkenswert, dass die Angst einer Vernichtung der Erde oder der Menschheit durch Katastrophen, Kriege oder Umweltzerstörung unabhängig von Epoche, Kultur und Ort zumindest latent vorhanden ist. Wenn nun dieser menschliche Pessimismus auf die Voraussagen der Bibel in Bezug auf die "Endzeit" (Matthäus 13 u.a.) trifft, kann das zu brisanten Interpretationen führen. Aus Angst vor dem Weltuntergang will man mit der Bibel eine Abfolge erstellen, um die kommenden Ereignisse vorauszusagen.

 

"Das Ende ist nah!"

In der Mitte des 14. Jhd. grassierte in Europa eine grosse Pestepidemie. Schätzungsweise ein Drittel der Bevölkerung starb. In der kurz darauf einsetzenden kleinen Eiszeit litten zudem viele an Hunger. Die Angst vor einem baldigen Ende der Zeit wurde durch die Reformation und die Entstehung weiterer Konfessionen zusätzlich befeuert: Luther und der Papst bezeichneten sich gegenseitig als Antichrist. Für viele in Europa war klar: Das Ende ist nah! So schrieb der französische Prediger François le Picart um 1550: "Deutlich zu sehen ist, wie nah der Tag des Jüngsten Gerichts ist, denn das Böse ist mehr denn je im Überfluss vorhanden." Viele liessen sich zum Kampf gegen den "Antichristen" anstacheln. Die Hugenottenkriege und der Dreissigjährige Krieg waren traurige Höhepunkte.

 

Sowjetunion, Irak, Iran ...

Seit dem Aufkommen des Dispensationalismus* um 1830 hat das Erstellen eines Fahrplanes der "letzten Tage der Zeit" Hochkonjunktur. Bemerkenswert ist dabei, dass das, was als die "Zeichen der Zeit" gedeutet wird, laufend ersetzt wird: Im Kalten Krieg stellte die Sowjetunion den Antichristen dar. In den Neunzigerjahren war es der Irak unter Saddam Hussein. Im neuen Jahrtausend folgte der Präsident des Irans, Mahmud Ahmadinedschad, als Personifizierung des Antichristen. Aktuell findet man auf einschlägigen Websites die Ansicht, dass der Islam der Antichrist sei, der auf ein nahes Weltende hindeute.

 

Hoffnung

Der Blick in die Geschichte zeigt, dass die Endzeittexte der Bibel keinen Fahrplan aufzeigen, anhand dessen sich die Ereignisse bis zur Wiederkunft Jesu einordnen und voraussagen lassen. Vielmehr schaue ich hoffnungsvoll in die Zukunft, denn Jesus hat vor 2000 Jahren unsere Sünden überwunden, und darum ist seine Wiederkunft kein strafendes Ende, sondern eine hoffnungsvolle Wiederherstellung.

 

Dan Rhyner ist Historiker und Vorstandsmitglied in der BewegungPlus Zug

 

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Dieser Artikel stammt aus dem online 5/16 zum Thema «Biester, Huren, Monster»

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