Die Dynamik vom Reich Gottes

Was zeichnet Gottes Dynamik aus? Und was unterscheidet sie von selbstgemachter Hauptsache-es-geht-was-Stimmung? Thomas Eggenberg über die verändernde Kraft für mehr Himmel auf Erden.

 

Ja, ich bekenne mich dazu: Ich wünsche mir mehr Dynamik. Für mich persönlich, für uns als Gemeinde, für uns als Bewegung. Aber ist das überhaupt angebracht? Haben wir nicht schon längst genug Dynamik? Sollten wir in einer Zeit, wo die Gesellschaft in permanenter Unruhe ist und viele von uns gestresst herumrennen, nicht vielmehr zu Ruhe kommen?

 

Keine Veränderung um der Veränderung willen

Nicht jede Dynamik ist gesund. Die Dynamik eines Orkans ist zwar gewaltig und faszinierend, aber das Resultat kann verheerend sein. Veränderung um der Veränderung willen macht keinen Sinn. Das Bewahren guter Traditionen ist etwas Wichtiges. Sollen wir nicht «für die Regierung beten, damit wir ein Leben in aller Ruhe und Gottseligkeit führen können» (1. Timotheus 2,1-3)? Warum und wozu braucht es dann überhaupt Dynamik?

Gesunde Dynamik braucht es meines Erachtens dort, wo das Leben fehlt, wo Menschen (und Gemeinden) unfrei sind und in ungesunden Gewohnheiten leben. Unter einer gesunden und wünschenswerten Dynamik stelle ich mir das kraftvoll verändernde Wirken Gottes vor, das mehr Himmel auf die Erde bringt: das Menschen heilt, befreit, überführt und uns zu neuen Ufern aufbrechen lässt. Ein kurzer Blick in die Bibel zeigt uns, dass sich in dieser Art von Dynamik die Absichten Gottes und menschliche Nöte heilsam begegnen.

 

Gottes Dynamik im Alten ...

Die wohl grösste Dynamik im Alten Testament zeigt sich im Exodus, der Befreiung von Gottes Volk aus der Sklaverei in Ägypten. Was hat Gott nicht alles kraftvoll bewegt, damit die Unterdrückung und Not ein Ende findet und der Pharao das Volk ziehen lässt! Diese Dynamik fand seine Fortsetzung in der Eroberung Kanaans. In der darauffolgenden Geschichte Israels wurde Gottes Dynamik immer dann wieder gebraucht, wenn sich das Volk von Gott und seinen Geboten entfernt hatte und eigene Wege ging.  Doch wie kommt diese Dynamik Gottes in die Welt? Oft traten Menschen in Gottes Namen auf, um kraftvolle Veränderungen zu bewirken. Man denke an Mose, an Richterinnen und Richter wie Debora, Gideon oder Samson, an Könige wie David oder Josia, an Propheten wie Elia oder Amos, an Schriftgelehrte wie Esra: Es waren Menschen, die sich vom Geist Gottes – der Kraft (Griechisch: dynamis) Gottes – erfüllen und bewegen liessen.

 

... und im Neuen Testament

Im Neuen Testament war es das Kommen von Jesus und der Anbruch von Gottes Reich, die eine völlig neue Dynamik auslösten. Jesus war dynamisch – durch ihn wirkte Gott kraftvoll und verändernd: Kranke Menschen wurden gesund, Lahme konnten gehen, Blinde sehen. Alles um Jesus herum geriet in einen gesunden Veränderungsprozess. Seine Nachfolger verliessen ihre gewohnten Bahnen (Beruf und Familie), um mit Jesus auf einen unbekannten Weg zu gehen. Die ganze Bewegung breitete sich aus und begeisterte die Massen. Die damalige jüdische Ordnung wurde dermassen erschüttert, dass die gesamte Führungsriege zur Überzeugung kam, dass nur der Tod von Jesus diese Dynamik beenden kann.

 

Bekanntlich hat das nicht viel genützt, im Gegenteil: Die Nachfolger Jesus erlebten nicht nur, wie die göttliche Dynamik Jesus aus dem Grab holte und zum Leben erweckte, sondern sie erfuhren dieselbe Kraft des Geistes in ihrem eigenen Leben. Es führte dazu, dass sie entschlossen und furchtlos diesen Jesus in die ganze Welt hinaustrugen. Und diese Dynamik äusserte sich nicht nur in den einzelnen Menschen, sondern auch in ihrer Gemeinschaft: Die ersten Gemeinden waren geprägt von Liebe, Hingabe, Freude, Entwicklung, Herausforderung. Hier wird deutlich, dass das kraftvoll verändernde Wirken Gottes immer mit Menschen zu tun hat. Es geht darum, dass wir die Dynamik Gottes in unserem Leben erfahren, dass sie uns zur Entfaltung bringt und wir sie dann wieder anderen zukommen lassen dürfen und sollen.

 

Keine Wellness-Dynamik

Ich erlebe in den letzten Jahren persönlich, wie Gott mich kraftvoll in Bewegung bringt, damit andere Menschen und Situation positive Veränderung erfahren. Es braucht dazu einzig meine Bereitschaft, mich auf Gott, sein Reden und Wirken einzulassen. Das ganze hat natürlich auch unangenehme Seiten: Heilige Kühe werden geschlachtet, der Terminkalender wird durcheinander gebracht, liebgewonnene Gewohnheiten werden als Sünde entlarvt oder über den Haufen geworfen. Reich-Gottes-Dynamik ist keine Wellnesskur, die mich auf Wolke 7 schweben lässt. Das ist nicht immer cool und hip.

 

Aber: wenn diese Dynamik von Gott kommt, dann belastet sie mich nicht, sondern trägt und stärkt mich. Darum gilt es zwischen selbstgemachter und göttlicher Dynamik zu unterscheiden, auch wenn das nicht immer fein säuberlich zu trennen ist. Es mag fromm klingen, aber es geht primär um SEINE Dynamik, nicht um meine. Sein Reich komme, sein Wille geschehe. Das hilft und bewahrt vor falschen Antreibern. Deshalb wünsche ich mir mehr Dynamik – verstanden als Gottes kraftvoll veränderndes Wirken.

 

Thomas Eggenberg, BewegungPlus Bern und ab 2018 Präsident der BewegungPlus Schweiz, t.eggenberg@STOP-SPAM.bewegungplus.ch

 


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Dieser Artikel stammt aus dem online 1/18 zum Thema «Leben mit Dynamik»

 

 

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