Eine grosse Portion Ermutigung

Sam Monk und Peter Prothero, die beiden Referenten der diesjährigen Ministry Conference, ermutigten uns, in unserem Auftrag durchzustarten. «We’re all on a journey. Let’s go for more.» Wir sind alle auf einer Reise. Lasst uns zu MEHR aufbrechen. Ein Rundflug über die Gipfel der Referate.

 

Sam Monk erinnerte uns daran, wie wichtig es ist, an der Vision festzuhalten. Wie Nehemia sich nicht von seinem Ziel abbringen liess, die Stadtmauer Jerusalems wieder aufzubauen, so sollen auch wir uns nicht ablenken lassen, die Arbeit zu tun, die Gott uns aufgetragen hat. Nehemia hatte eine Vision — haben wir eine für uns? Er erreichte in 52 Tagen das, was vorher in 70 Jahren keiner zustande gebracht hatte. Und wir? Gott ermutigt uns, Dinge zu tun, die wir uns selber nicht zutrauen würden. Ohne ihn können wir nichts tun; mit ihm können wir alles. «Wir wollen die Kirche sein, für die Christus gestorben ist. Wir sind nicht Kirche für uns, sondern für die Leute da draussen. Es ist nicht so, dass die Kirche einen Auftrag hat. Der Auftrag hat eine Kirche!»

 

«Multiplication Mindset»

Stattdessen tendieren wir dazu, Gott auf das zu limitieren, was wir uns vorstellen können. Wir kennen aus unserem Alltag Addition und Subtraktion, vielleicht auch die Division, aber Gott denkt anders: Fünf Brote und zwei Fische genügten, um wohl weit über zehntausend hungrige Menschen zu verpflegen. Wir denken noch zu oft in unserer Sprache und versuchen, sie in göttliche Sprache zu übersetzen. Aber wir müssen lernen, in der Sprache des Königreichs Gottes zu denken. Er denkt anders, grösser, verrückter. Wir addieren bestenfalls, er multipliziert. Gott schenkt uns Herausforderungen, damit wir an ihnen im Glauben wachsen können. Wir wollen, dass Gott uns Sicherheit gibt, aber er gibt uns Zuversicht. Gott möchte sich beweisen, doch wir müssen ihm die Gelegenheit dazu geben. Zwei oder drei «Betrunkene» genügen, um eine Welle zu starten. Es braucht aber viele, um sie am Leben zu erhalten. Als Gemeinde können wir nicht mehr sein, als wer wir als Individuen sind. Es geht nicht darum, sich selbst zu verwirklichen, sondern Gottes Willen zu tun. Lasst uns mutig sein und unseren Glauben nicht klein-, sondern grossreden.

 

Von direktiver zu bevollmächtigender Leiterschaft

Peter Prothero teilte mit uns unter anderem seine Gedanken über das Leiterschaftsverständnis von Jesus: Ganz zu Beginn seines Dienstes orientierte sich Jesus stark an Johannes dem Täufer und kopierte viel, was er bei ihm sah. Später wählte er unter einer ganzen Schar zwölf aus, weil er wusste, dass nur dieser «innere Kreis» zur Multiplikation dienen würde. Als er diese Jünger zum ersten Mal aussandte (Matthäus 10), gab er ihnen ganz genaue Anweisungen. Warum? Weil sie unerfahren waren. Später, im Missionsauftrag (Matthäus 28) ging er nicht mehr ins Detail, weil die Jünger durch einen Prozess gegangen waren und Jesus kannten. Wenn wir junge Leiter fördern wollen, dann müssen auch wir sie zuerst dem Vorbild erfahrener Leiter folgen lassen. Später sollen sie an der Seite ihrer Leiter mitarbeiten und Erfahrungen und Erfolge teilen. Dabei werden sie sich zu Beginn genau an die Anweisungen ihres Leiters halten. Das Ziel ist die bevollmächtigende Leiterschaft. Diese kann aber erst geschehen, wenn die Phase der direktiven Leiterschaft zum Abschluss gekommen ist.

Wir alle stehen für Gott im vollzeitlichen Dienst. Den Missionsauftrag («go & tell» — geht hin und erzählt) können wir überall wahrnehmen. Dabei dürfen wir aber nicht vergessen, die Leute auch zu uns einzuladen. («come & see» — kommt her und seht). Es braucht beides, und keine Seite darf auf Kosten der anderen überbetont werden. Die Kirche soll ein aufbauender Ort sein. Die Bibel ist voller Einladungen, und wenn die Verlorenen gefunden werden, ist dies jeweils ein Grund zum Feiern.

 

Aber Gott ...

«Wir müssen aufhören, in den Enttäuschungen der Vergangenheit zu leben, und wieder lernen, mutig zu sein.» Wir alle gehen immer wieder durch Schwierigkeiten. Das Ziel des Feindes ist es zu verhindern, dass wir in unserer Berufung vorwärtsgehen. Das war so bei Josef, bei David und in zahlreichen anderen Erzählungen aus der Bibel. Und immer machten zwei Worte den Unterschied: «Aber Gott ...». Gott kann die schlechten Absichten der einen gebrauchen, um Gutes zu bewirken: «Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, ABER GOTT gedachte es gut zu machen» (1. Mose 50,20). David versteckte sich im Gebirge in der Wüste, und Saul suchte ihn Tag und Nacht, um ihn gefangen zu nehmen; ABER GOTT gab ihn nicht in seine Hände (1. Samuel 23,14). Transformierende Leiterschaft beginnt nicht im Palast, sondern in der Höhle. Gott gibt auch nicht auf, wenn wir scheitern: Petrus ging nach Jesu Kreuzigung wieder fischen, ABER JESUS ging ihm nach an den See Genezareth und stärkte seinen Glauben (Johannes 21).

 

Martin Güdel, BewegungPlus Burgdorf, m.guedel@bewegungplus.ch

 

Weitere Artikel

 

Dieser Artikel stammt aus dem online 4/15 zum Thema «Transformierende Leiterschaft»

Ich gehe gerne in die Markus-Kirche, weil ...

... hier meine Church-Family ist.

Sandra

Weiterempfehlen:

BewegungPlus Schweiz

Sekretariat

Grabenstrasse 8 A

3600 Thun

Telefon 033 223 11 80

E-Mail

Die lokalen Kirchen der BewegungPlus sind Mitglied der "Schweizerischen Evangelischen Allianz".

 

 

Die BewegungPlus ist eine Freikirche und Mitglied der "VFG - Freikirchen Schweiz".

 

 

Willkommen auf der Homepage der BewegungPlus: Setzen Sie sich mit uns ein für "Mehr Himmel auf Erden".

 

 

 

Benutzeranmeldung

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
Login