«Lass dich nicht kränken!»

Neben unserem Bewegungspräsidenten Toni Nyffenegger sprachen an der diesjährigen Ministry Conference Freimut Haverkamp (Leiter "Hillsong Church Germany") sowie Bruce und Helen Monk (Leiter des internationalen Equippers-Netzwerks) zu uns.

 

"Ist das nicht der Sohn Josefs, der Zimmermann?" Mit dieser Reaktion seiner Heimatstadt auf Jesus eröffnete Toni Nyffenegger die Ministry Conference 2016. Wir hätten schon viele Botschaften gehört, viel gesehen, wissen viel. Aber sind wir bereit, uns überraschen zu lassen? Auch von dem, was wir zu kennen meinen? Die Bewohner von Nazareth waren es nicht, und sie haben das Wesentliche verpasst: Sie haben Jesus zwar erkannt, aber nicht als den, der er wirklich war.

 

Kirche als Ort der Förderung

"Kirche ist die Antwort von Jesus. Kirche sollte nicht bloss ausgehalten, sondern genossen werden!" Mit dieser Aussage nahm Freimut Haverkamp das Thema der Konferenz auf und schob nach: "Wie können wir glauben, dass Gott gross ist, aber nicht glauben, dass er für uns und unsere Kirche Grosses vorhat?" Kirche ist der Ort, an den Menschen kommen können, wie sie sind, herausfinden, was Gott mit ihnen vorhat, und merken, dass man an sie glaubt und sie fördert". Wie können wir eine solche Kirche bauen? Freimut nahm uns mit auf eine Reise über vierzehn Stationen des Leitens, aus denen hier einige genannt werden sollen. Für einen Leiter oder Mitarbeiter ist es wichtig,

  • sich seiner Berufung sicher zu sein, damit er nicht im ersten Sturm den Bettel hinschmeisst
  • das Potenzial in anderen Menschen zu suchen und zu sehen, weil er nicht alles selber machen kann und muss
  • sich nicht mit anderen zu vergleichen ("Du verlierst immer, und es macht nie Sinn"), sondern sich selbst zu sein ("Niemand kann besser du sein als du")
  • bereit zu sein zu wachsen, was bedeutet, dass er auch bereit ist, sich zu investieren ("Wie sehr jemand etwas will, sieht man daran, wie sehr er es verfolgt").

 

Kirche als Ort, wo es "menschelt"

Wo Menschen zusammenarbeiten, geschehen Verletzungen. "Lass dich nicht kränken!", war denn auch eine der zentralen Aussagen in Haverkamps Botschaft. Das Perfide an Kränkungen ist, dass sie oft auf unbedachten oder missverstandenen Äusserungen oder Andeutungen beruhen, die in unseren Gedanken beim Grübeln so viel Macht bekommen, dass sie uns blockieren. Die Frage nach dem Umgang mit unseren Kränkungen war ein "Momentum", ein entscheidender Impuls, der die folgenden Plenumszeiten und Diskussionen unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern prägte. Auch Bruce Monk nahm das Thema auf: "Die Frage ist nicht, ob wir Kränkungen erleiden werden, denn das tun wir sowieso. Die Frage ist, wie wir damit umgehen, damit sie uns nicht ersticken." Der einzige Weg, Kränkungen nicht die Macht zu geben, die sie haben möchten, ist die Vergebung, das Loslassen, das Nicht-Nachtragen. Gott will wiederherstellen. Er will nicht, dass wir blockiert sind.

 

Kirche als Ort des Wachstums

Wenn wir glauben, dass Gott gross ist und grosse Pläne hat, dann dürfen wir auch glauben, dass er unsere Kapazität vergrössern möchte. Es geht dabei nicht darum, mehr zu machen, sondern das Richtige! Es geht darum, seine "Gnadengabe" (1. Petrus 4,10) herauszufinden, und dies braucht ein Übungsfeld, in dem Menschen ausprobieren können, wo ihre Stärken und Interessen liegen und wo sie sich am wohlsten fühlen. Es braucht eine Leiterschaft, die diese Menschen mit Gottes Augen sieht und sie in diese Richtung fördert, so dass sie später auf ihren Werdegang blicken und sagen können, was Helen Monk mit den Worten ausdrückte: "Wenn ich sehe, wo Gott mich hingeführt hat, bin ich erstaunt, aber nicht überrascht!" Es braucht eine Leiterschaft, die visionär denkt, ohne die Realität zu überfordern, denn eine Vision, die zu weit vorauseilt, wird schnell zur Überheblichkeit. Josephs Traum klang in den Ohren seiner Familie überheblich. Logisch, denn schliesslich kam darin auch weder ein Gefängnis noch Potifars Frau vor. Es braucht Leiter, die keine Angst davor haben, von den Menschen, die sie freisetzen, überflügelt zu werden, weil sie sich ihrer eigenen Berufung sicher sind. Und schliesslich braucht Wachstum Gehorsam in kleinen Schritten - "Trainingseinheiten", die uns stark werden lassen.

 

Fazit

Wie bauen wir also diese Kirche, die Jesus hier repräsentiert? Indem wir einen Ort schaffen, wo Menschen sich willkommen, ernst genommen und gefördert fühlen; einen Ort, an dem wir Konflikte klären und einander vergeben, wenn wir uns gekränkt haben, statt uns mit Argwohn zu begegnen; einen Ort, an dem wir gross denken und uns danach ausstrecken, uns zu dem Menschen formen zu lassen, den Gott in uns sieht. Die Antwort ist ganz nah, weil Jesus in uns wohnt. Oder wie Bruce es sagte: "Die Antwort für die Kirchen in der Schweiz liegt nicht in Amerika" (schade, dass hier nicht die Ergänzung "und auch nicht in Neuseeland" fiel). "Sie liegt hier: Grabt Brunnen und ihr werdet sie finden."

 

Martin Güdel, BewegungPlus Burgdorf, m.guedel@bewegungplus.ch 

 

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Dieser Artikel stammt aus dem online 4/16 zum Thema "We are your church! Ministry Conference 2016"

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Sandra

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