Prophetie - und was wir nicht (mehr) wollen

Prophetie und das Wirken des Heiligen Geistes haben schon bei den ersten Christen einiges an Klärungsbedarf ausgelöst (vgl. 1. Korinther 14). Darum folgen hier drei Hinweise als Versuch, uns vor «prophetischen Sackgassen» zu bewahren.

 

Prophetie beginnt nicht auf der Bühne!

Prophetie gehört nicht primär in den Gottesdienst, sondern ins alltägliche Leben. Wir lesen in der Bibel immer wieder, dass in uns allen der Heilige Geist lebt. Darum dürfen wir mitten in unserem Alltag mit der unmittelbaren Führung Gottes rechnen: Prophetie aktualisiert Gottes Gedanken für eine bestimmte Person in einer bestimmten Situation. So kann ein Brief, ein Gebet, eine Berührung oder auch nur eine SMS Menschen mit Gottes unmittelbarer Nähe beschenken. Propheten suchen nicht primär die Bühne: Wer sich in der Kleingruppe und im alltäglichen Leben als geistgeführter Ermutiger und Tröster bewährt hat, darf und soll auch im Gottesdienst reden – entsprechend den lokalen Regeln.

 

Aufgrund einer Prophetie wird nichts entschieden!

Allein auf einen Eindruck oder ein prophetisches Bild hin wird keine Stelle gekündigt, keine Ehe geschlossen oder sonst eine Entscheidung gefällt. Paulus beschreibt klar, woran Prophetie erkannt werden soll: Prophetische Äusserungen sind aufbauend, ermutigend/ermahnend und tröstend (vgl. 1. Korinther 14,3). «Aufbauend» meint nun, dass prophetische Rede bestätigend ist und damit auf bisherigem Erlebtem aufbaut. Bilder, Eindrücke oder auch Bibelverse dürfen eine noch etwas zerbrechliche Entscheidung gewissermassen himmlisch stärken oder eine vergessene Überzeugung wieder ins Bewusstsein rücken. Prophetie darf auch neue Fenster und überraschende Perspektiven eröffnen; bevor aber wirklich Entscheidungen gefällt werden, braucht es noch andere bestätigende Faktoren (Einheit in der Ehe/Gemeinschaft, innerer Friede …).

 

Jede Prophetie darf und muss geprüft werden!

Wer prophetische Äusserungen wirklich ernst nimmt, muss sie prüfen und nicht einfach unbesehen «glauben»: «Verachtet prophetisches Reden nicht! Prüft alles, und behaltet das Gute!» (1. Thessalonicher 5,21). Dieses Prüfen ist ein gemeinschaftlicher Prozess: Entspricht die Aussage dem Geist der Bibel? Erleben wir hier Auferbauung, Ermutigung oder Trost? Und der Hinweis «Behaltet das Gute» bedeutet doch: In uns Menschen vermischt sich immer Menschliches und Göttliches. Seien wir also nicht überrascht, sondern versuchen das «Gute» gemeinsam herauszuschälen. Wo man über Prophetien spricht und sie prüft, nehmen wir sie im tiefsten auch ernst. Wo eine Gemeinschaft Prophetien nicht gemeinschaftlich prüft, verachtet man Prophetie.

 

Meinrad Schicker, BewegungPlus Thun, m.schicker@bewegungplus.ch

 

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Dieser Artikel stammt aus dem online 5/15 zum Thema «prophetisch leben»

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