Wie sieht eine prophetische Bewegung aus?

Wir haben viel nachgedacht über die Relevanz der Kirche in der Gesellschaft. Wie können wir einen bedeutungsvollen Beitrag leisten und darin zum Kommen von Gottes Reich beitragen? In dieser Frage richten wir den Blick oft zuerst auf die Nöte und Bedürfnisse. Wir fragen uns, was wir tun können. Die Betonung liegt dabei auf dem «wir», und oft stellt sich damit ein Gefühl der Überforderung ein.

 

Ich glaube, dass in einer prophetischen Bewegung die Frage anders gestellt wird: «Herr, was ist dein Wort in unsere Situation hinein?» Eine prophetische Bewegung handelt von Gott her, und weil sie darauf vertraut, die Stimme Gottes gehört zu haben, hat sie auch den Mut, bestehende (eigene) Verhaltensweisen zu hinterfragen und zu konfrontieren, Strukturen aufzubrechen, neue Wege zu gehen, die durchaus auch einmal alt sein können. Als ich vor Jahren mit meinen Freunden in der Mongolei auf einer Bachmauer sass und wir uns fragten, was Gott mit unserem Besuch dort vorhaben könnte, zückte einer das gute alte Losungsbüchlein und las den Text zum Tag: «Wen soll ich senden? Wer ist bereit, unser Bote zu sein? Ich antwortete: Ich bin bereit, sende mich» (Jesaja 6,8). Wir verstanden. Wir wussten noch nicht, was wir tun sollten, aber wir wussten, dass wir wiederkommen würden. Das war so etwas wie die Geburtsstunde des Missionswerks CLAIM.

 

Wenn die prophetische Stimme fehlt, sind wir in Gefahr, pragmatisch zu handeln oder zu wiederholen, was uns in der Vergangenheit erfolgreich erschienen ist oder was andere erfolgreich tun. Das prophetische Wort erhellt den Augenblick mit den Möglichkeiten Gottes. Als Jesus mit nur fünf Broten und zwei Fischen Tausende zu «Tischgemeinschaften» zusammenrufen liess, war das sehr prophetisch, denn er sah mehr als die anderen. Als er dann mit Blick zum Himmel dankte, war dies ein Akt des Glaubens mit Konsequenzen: «Hier ist die gesuchte Nahrung. Geht und teilt sie aus!» So etwas kann nur das prophetische Auge sehen und nur der Glaube kann das Unmögliche in Existenz bringen. Die prophetische Stimme lockt uns zu Gott, der unser Gehör für sein Wort sucht und unsere Bereitschaft, darauf einzugehen.

 

Eine prophetische Bewegung ist eine Gemeinschaft von lokalen Kirchen, die im Heute zukunftsgerichtet handeln. Kirchen, die nicht einfach auf Bedürfnisse reagieren, sondern aus der Beziehung mit Gott heraus frisch und überraschend agieren. Propheten bringen uns in Berührung mit den Möglichkeiten Gottes. Sie wollen uns mit der Quelle des Lebens in Verbindung bringen, Türen aufstossen, Leidenschaft wecken, das Feuer der Liebe und des Glaubens entfachen. Sie stellen die unangenehmen Fragen und fordern uns heraus, sicheren Grund zu verlassen.

 

Das ist nicht immer angenehm, aber nötig, wenn unser Glaube und unsere Gemeinden lebendig und wirkungsvoll bleiben sollen. Und das wünsche ich mir für mich persönlich sowie für alle Leiter und Gemeinden der BewegungPlus.

 

Toni Nyffenegger, Präsident BewegungPlus, t.nyffenegger@bewegungplus.ch

 

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Dieser Artikel stammt aus dem online 5/15 zum Thema «prophetisch lebe

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Sandra

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