Positionslichter
Beten in anderen Sprachen
Wir wünschen uns immer wieder neu die Erfüllung mit dem Heiligen Geist und sehnen uns darum auch nach den Gaben des Heiligen Geistes – und damit auch nach der Gabe des Sprechens in Zungen.1
Biblische Leitplanken
Das Zungengebet bezeichnet ein Reden in verschiedenen, dem Sprecher unbekannten Sprachen, das unmittelbar vom Heiligen Geist gewirkt wird.2 Wir sind als Menschen beschränkt, Gott angemessen anzubeten. Im Zungengebet werden unsere Sprachbarrieren aufgehoben: Es eröffnen sich neue Möglichkeiten zum Beten, Danken und Reden zu Gott.3 Das Zungengebet ist weder Ausdruck besonderer Geistlichkeit4 noch Zeichen einer besonderen Geistesfülle, sondern Geschenk Gottes5 an uns. Es dient der Auferbauung6 des Christen und ist daher vorrangig Teil des persönlichen Gebetslebens. Als Geschenk können wir es empfangen, sollen darum bitten und uns danach ausstrecken7, können es aber nicht produzieren.8
Der Empfang
Das Zungenreden ist eines der Zeichen der Krafterfüllung mit dem Heiligen Geist, die immer zum Dienst an Gott, der Gemeinde und der Welt befähigen will. Wir ermutigen alle Christen dazu, um dieses Geschenk des Zungenredens zu bitten.9 Eine auffällige Beobachtung ist, dass alle in fremden Sprachen beteten, auch wenn die Bibel uns bezeugt, dass Gott die Zuteilung der Gaben10 souverän selber bestimmt. Manchmal können schwierige Erfahrungen aus der Vergangenheit, das Verharren in destruktiven Lebensmustern oder eine Haltung zu starker Selbstkontrolle den Empfang oder das Wirken des Heiligen Geistes erschweren.11 In der Gemeinde und in den Kleingruppen wie im persönlichen Gebet strecken wir uns nach der Gabe des Zungenredens aus.12
Zungenrede im Gottesdienst
Wenn in einem Gottesdienst in Zungen gesprochen wird, muss diese Rede mit verständlichen Worten erklärt werden; im Blick auf den gemeinschaftlichen Zungengesang sagt die Bibel nichts Eindeutiges;13 der Zungengesang wird nicht wörtlich in der Bibel erwähnt, kann aber mit etwas gutem Willen in den «geistlichen Liedern» von Epheser 5,19 und Kolosser 3,16 erkannt werden. Besucherfreundlich sind Gottesdienste nicht deswegen, weil wir keine geistlichen Manifestationen zulassen. Besucherfreundliche Gottesdienste zeichnen sich vor allem durch eine hohe Sensibilität gegenüber den Gästen aus, was sich darin äussert, dass das vielleicht etwas fremde Geschehen den Menschen erklärt und in nachvollziehbarer Ordnung gestaltet wird.14

