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15 Okt 2021

Die Kirche der Zukunft

Wie sieht die Kirche der Zukunft aus? Wohin soll sie sich entwickeln? Was bedeutet das für die Gegenwart?

Beim Nachdenken über diese Fragen wird mir klar, dass es Jesus selber ist, der seine Kirche baut. Im gleichen Atemzug hat er ihr das Versprechen gegeben, dass das Totenreich mit seiner ganzen Macht nicht stärker ist als sie. Jesus ist ihr Fundament, ihr Eckstein, ihr Haupt. Entscheidend ist, mit ihm verbunden zu sein, auf ihn zu hören und sich von ihm führen zu lassen. Dann ist die Zukunft der Kirche gesichert.

Gleichzeitig sagt uns Paulus, dass es an uns sei, auf dieses Fundament zu bauen. Darum ist die Frage berechtigt, wie und was wir darauf bauen. In Zeiten der Pandemie hat die Plan- und Machbarkeit an Bedeutung verloren. Vielmehr geht es darum, in der Gegenwart das zu sein und zu tun, was dem Aufbau und der Entfaltung der Kirche der Zukunft dient. Drei biblische Vorgaben und Bilder scheinen mir aktuell besonders bedeutsam:

Kirche als wachsende Familie

Gott ist unser Vater, wir sind seine Kinder. So sind wir eine grosse Familie. Neue Kinder werden geboren, wachsen heran, werden zu Eltern und später zu Grosseltern – natürlich und geistlich. Kirche ist ein Ort, wo wir zu Hause sind, wo wir dazugehören. Wir sind einander nahe und teilen Leben. Wir lernen, echt und authentisch zu sein. Es gibt Konflikte und Streitigkeiten, die wir gemeinsam lösen. Wir sind stolz auf- und dankbar füreinander.

Kirche als funktionierender Körper

Wir sind Glieder an einem Körper, der Christus ist. Es gibt unterschiedliche Glieder, vielfältig nach Herkunft, Alter, Geschlecht und sozialem Stand. Wir ergänzen einander, jede und jeder hat eine Aufgabe und Funktion. Wir brauchen einander und sind miteinander verbunden. Wir dienen den Menschen drinnen und draussen – und laden sie ein, auch Teil von unserer Gemeinschaft zu werden.

Kirche als heiliger Tempel Gottes

Unter uns lebt der dreieinige, heilige Gott. Das unterscheidet uns von jeder anderen Gemeinschaft und macht uns zu etwas Besonderem. Wir sind eine Gemeinschaft, die Gott ehrt und dient. Wir geben ihm Raum und reflektieren seine Liebe, Herrlichkeit und Gerechtigkeit. So entwickeln wir Ausstrahlungskraft, physisch und digital, und ziehen Menschen an.

Die Zukunft der Kirche liegt nicht im Aufnehmen von Trends. Wir müssen die Kirche auch nicht neu erfinden. Wichtig ist, dass wir uns an Jesus Christus orientieren und ihm Raum geben. Das macht uns zuversichtlich für die Zukunft und einsatzfreudig in der Gegenwart.