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Stories_Shahrooz Momeni 3
03 Mai 2022

Flucht aus dem Iran unter Gottes Schutz

Ich bin Shahrooz Momeni, bin zweiunddreissig Jahre alt und komme aus dem Iran. Seit 2016 lebe ich mit meiner Frau Elham in der Schweiz.

Im Alter von sechzehn Jahren erfuhr ich, dass meine Familie meine leibliche Mutter jahrelang vor mir versteckt hatte. Meine Eltern hatten sich getrennt, als ich drei Jahre alt war, und ich hatte daraufhin bei meinem Vater und meiner Stiefmutter gelebt, von der ich glaubte, dass sie meine leibliche Mutter sei. Nachdem ich die Wahrheit kannte, fühlte ich mich unglaublich einsam und verloren. Ich hatte keine Adresse von meiner leiblichen Mutter und wollte sie unbedingt finden. Da schickte Gott sie zu mir: Meine Mutter suchte und fand mich, als ich gerade den wahren Gott erkannte und ihm mein Leben, meine Einsamkeit und meinen Schmerz gab. Ich durfte Gott als Vater kennenlernen, der immer bei mir ist.

Natürlich ist das Leben mit ihm nicht immer einfach, besonders im Iran. Meine Frau und ich mussten unser Zuhause und unsere Familien verlassen und flüchten. Es war schwer zu entkommen, doch meine Mutter half uns: Gott machte sie zu einem Werkzeug, als ich hilflos war. Obwohl ich dachte, dass Gott mich verlassen hätte, war er da. Auf unserem Weg durch die Türkei nach Griechenland durchlebten wir viele gefährliche Situationen, doch Gott war immer bei uns und beschützte uns. So liess uns ein Schmuggler in einem Wald zurück, und wir mussten die ganze Nacht in der Kälte und ohne Verpflegung im Wald bleiben. Wir begannen zu beten, und der Schmuggler kehrte auf wundersame Weise zurück. Als wir zu sechzehnt in einem kleinen Schlauchboot fuhren, hätten wir jeden Moment ertrinken können. Das Boot war übervoll, aber wir kamen alle heil ans Ziel. Später wurden wir im Kofferraum eines Autos transportiert, und ich hatte entsetzliche Angst, dass meine Frau ersticken würde. Es war kaum auszuhalten, doch wir schafften es. In diesen Momenten dachte ich manchmal, dass Gott mich verlassen hätte. Und doch war er die Person, die ich ohne zu zögern um Hilfe bat.  Er war immer bei uns.

Wir leben nun seit fünf Jahren ohne Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz. Fünf Jahre zu warten, ist nicht einfach. Meine Frau erkrankte an einer Depression und musste eine Klinik aufsuchen. Für diese Probleme gab ich mir oft die Schuld. Doch immer, wenn ich Schwierigkeiten durchmache, erinnere ich mich an diesen Satz von Gott: «Wie schwer ist es doch, in Gottes Reich zu gelangen!»

Wir haben unser früheres Leben und unsere Familien zurückgelassen, aber Gott hat uns in der Gemeinde eine neue Familie gegeben. Ich lebe mit Gott und bezeuge seine Wunder jeden Tag!