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17_togo1
05 Mai 2021

Geben und nehmen – meine Freundschaft mit Kao

Vor mehreren Jahren hat MissionPlus mit der Eglise Apostolique Togo (EAT) eine strategische Partnerschaft etabliert mit dem Ziel, die unerreichten Völker im Norden Togos mit dem Evangelium zu erreichen und neue Gemeinden zu gründen.

Die Partnerschaft wird von der TaskForce Afrique von MissionPlus koordiniert. Als Teil dieses Teams koordiniere ich die Initiativen und Aktivitäten in Togo. Obwohl die Kirchen im Süden des Landes stark wachsend und lebendig sind, bleiben grosse, mehrheitlich muslimische Regionen ohne Kirchen. Die EAT hat die Vision, das ganze Land mit dem Evangelium zu durchdringen – ist sich jedoch bewusst, dass neue Ansätze und Gemeindemodelle nötig sind, damit die Botschaft auch für Muslime relevant ist.

Ich führe viele Gespräche, schreibe Mails, WhatsApp, besuche sie, bete, um eine gemeinsame Vision und Strategie zu erarbeiten und diese dann umzusetzen. Gemeinsam wählen wir fähige Evangelisten aus, trainieren sie für ihren zukünftigen Pionierdienst, senden sie aus und begleiten sie. Budget, Rechenschaft und Reports gehören natürlich dazu.

 Unser wichtigstes togolesisches Gegenüber ist der Verbandspräsident, Kao Agnondom. Meine Beziehung zu diesem Leiter hat sich in den letzten Jahren sehr verändert. Zu Beginn waren wir einfach Partner und verhandelten Pläne, Programme, Budgets. Durch meine jahrelange Erfahrung in Afrika war mir jedoch bewusst, dass in diesem sehr beziehungs- und gemeinschaftsorientierten Kontext eine Partnerschaft nur dann fruchtbar sein kann, wenn sie auf einer freundschaftlichen Beziehung basiert. Darum verbringen wir unsere Zeit oft nicht nur mit Arbeiten, sondern auch mit Austausch, Essen, Lachen, Beten füreinander und schreiben uns alltägliche Whatsapps. 

Dabei lernen wir voneinander. In vielen Bereichen ist Kao mir ein Vorbild. Wie er als Verbandspräsident die gut 300 Gemeinden leitet, trotz beschränkten Mitteln immer wieder Neues anpackt und kreative Wege geht. Mit Selbsthingabe und Opferbereitschaft ein Beispiel ist, sich jedoch in Demut trotz Alter und Stellung etwas sagen lässt und lernwillig geblieben ist. So liess er sich 2015 in unserem Trainingsprogramm in Äthiopien ausbilden und lässt sich seither von mir in angepassten Methoden und Strategien zum Erreichen von Muslimen coachen und begleiten. Es ist ein Geben und ein Nehmen, wir sind gemeinsam unterwegs!