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10_Sabrina Ingold
04 Feb 2021

Gefördert, um zu fördern

Was macht eine gute Leiterpersönlichkeit aus?

Dienende Haltung? Starke Gottesbeziehung? Wissen? Weisheit? Erfahrung? Von allem etwas wäre wahrscheinlich «gäbig». Ich finde es schwierig zu sagen, wieviel ich wovon als Kleingruppenleiterin und Mitglied der Gemeindeleitung in diese Gleichung hineinbringe. Ich weiss aber, was mich am meisten weitergebracht hat: andere Leiterinnen und Leiter.

Als Kind und Teenager stand ich nicht gerne vor Leuten, und ich war auch nicht initiativ. Viel wohler war es mir im Hintergrund, unauffällig und leise. Deshalb konnte ich mir damals auch nicht im Traum vorstellen, je irgendetwas zu leiten oder irgendwelche Menschen zu fördern. Ins Leiterdasein bin ich durch ein Praktikum während des Teenieprogramms reingerutscht.

Ich sammelte erste Erfahrungen und wurde von älteren Leiterinnen und Leitern gefördert. Im Basis- und Teamleiterkurs prägten mich andere, und ich durfte im Jugendleiterkurs 2008 (ewig her… Mann, bin ich alt!) selbst anfangen, junge Leitende auszubilden. Irgendwann übernahm ich die Hauptleitung unseres Teenieclubs und wurde nach einigen Jahren von unserem Jugendpastor gefragt, ob ich Mitglied der Gemeindeleitung werden möchte. Das alles geschah, weil andere jahrelang in mich investiert und Potenzial gesehen hatten, das ich selbst damals nicht wahrgenommen hatte.

Meine «Laufbahn» als Leiterin hat mich enorm geprägt und mir Selbstvertrauen gegeben. Ich durfte von so vielen Menschen profitieren und lernte mit jedem Jahr mehr dazu. Deshalb bin ich überzeugt, dass es etwas vom wichtigsten ist, in junge Menschen zu investieren, sie zu coachen und an sie zu glauben, damit sie und ihre Fähigkeiten wachsen können.