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04 Sep 2020

Gottesdienste, die Grenzen überwinden

Im Blog «Lernen aus der Geschichte» beleuchten wir inspirierende Beispiele aus der Kirchengeschichte.

In einer kleinen Gemeinde in den USA begann 1906 eine der grössten Erweckungen der Geschichte. Die Gemeinde erlebte Gottes Wirken in den Gottesdiensten ausserordentlich: Eindrücke und Bilder wurden empfangen, Kranke wurden geheilt, Menschen erlebten Befreiung von unguten Bindungen. Erstaunlich daran ist, dass es gerade nicht diese Wirkungen waren, welche die Gemeinde als das primäre Zeichen von Gottes Wirken deutete.

Vielmehr war es gemäss Augenzeuge Frank Bartleman das Verwischen der Linien zwischen Schwarz und Weiss, Arm und Reich, Gebildet und Ungebildet, Mann und Frau sowie Alt und Jung, welches DAS Neue, DAS Kennzeichen der «wahrhaftig durch den Geist geleiteten Gottesdienste» war. Dies in einer Zeit, wo Rassismus und Ausgrenzung alltäglich waren: Schwarze (auch Chinesen und Mexikaner) wurden damals aufgrund ihrer Hautfarbe ermordet, ohne dass man die Täter strafrechtlich verfolgte. Frauen waren Mündel ihrer Väter und Ehemänner und Bürger zweiter Klasse. Wie befreiend müssen für die Unterdrückten diese Gottesdienste gewesen sein, wo sie als gleichwertig wahrgenommen wurden!

Unsere pfingstlichen Mütter und Väter erlebten den Gottesdienst als Ort, an dem die Beziehung zu Gott UND den Menschen geheilt wurden.