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Artikel_Südafrika
06 Okt 2021

HopeTown – ein Ort der Hoffnung

Ocean View, ein Township in Kapstadt, Südafrika: Hier wohnen Menschen mit dem Hintergrund ehemaliger Sklaverei.

Farbige Menschen sind es, ohne die typischen afrikanischen Verhaltensmuster. Jugendliche und Familien, die von Gangs, Drogen- und Alkoholmissbrauch sowie Teenagerschwangerschaften geprägt sind – eine Ghettokultur pur. Seit 2012 leben wir mit unseren drei Kindern in Südafrika und investieren uns in die Menschen von Ocean View.

Viel Wachstum in den letzten Jahren

Unser Leitungsteam wuchs auf über 20 Personen heran. Gemeinsam bauten wir das Jugendhaus «HopeTown» auf, das für zahlreiche Jugendliche zum Hoffnungshaus wurde. In den letzten drei Jahren legten wir den Fokus stark in den Aufbau eines «Skills Training» (Kompetenztraining). Arbeitslose junge Menschen können sich in einem Praktikum Fähigkeiten wie Lederbearbeitung, Schmuckherstellung, Nähen oder Siebdruck aneignen. Gleichzeitig werden gesunde Beziehungen und Gemeinschaft gefördert. Die hergestellten Produkte sind in sechs trendigen Geschäften in und ausserhalb von Kapstadt erhältlich. In der Stadt betreiben wir als Hope Town sogar einen eigenen Laden. Doch das Zentrum von all unseren Aktivitäten bleibt Jesus. Er ist allgegenwärtig und verändert sowohl uns wie auch unsere Jugendlichen.

Raynaldo – Beginn einer hoffnungsvollen Reise

Raynaldo ist der Sohn einer drogenabhängigen Mutter. Vom Vater kaum beachtet, gleicht sein Zuhause einer Höhle. Schon früh fiel Raynaldo aus der Schule und konnte deshalb kaum lesen und schreiben. Verwahrlost und schmutzig lungerte er oft in den Strassen herum.

Gangs warten auf jungen Menschen wie ihn, um sie zu benutzen und auszubeuten. Als wir eine Unihockeymannschaft starteten, war er einer der ersten, der mitspielen wollte. Er hatte Spass am Spiel und uns fiel auf, dass er sehr lernbereit war. Leider waren unsere Bemühungen, ihn zurück an die Schule zu bringen, erfolglos, denn er war mittlerweile zu alt für die Stufe, die seinem Leistungsniveau entspricht. Darum boten wir ihm ein Praktikum im HopeTown an.

Eine spannende Reise beginnt

Das Praktikum gab ihm eine hilfreiche Wochenstruktur und einen sicheren Ort. Er fing an sich zu öffnen, sowohl uns gegenüber wie auch für Jesus, und lernte voller Elan. Unser Nachhilfe-Team gab ihm Unterricht im Lesen, Schreiben und in Mathematik. Auch Raynaldos Emotionen entwickelten sich erstaunlich gut. Sein handwerkliches Geschick in den verschiedenen Bereichen war begeisternd. Im Laufe des vergangenen Jahres wurde HopeTown für ihn zur Familie, die an ihn glaubt und ihn fördert, und wir sind gespannt, wie Gott mit ihm weiter Geschichte schreibt.

Für Jungs und Mädchen wie Raynaldo wurde HopeTown entwickelt und gebaut, und mit Hingabe werden wir uns weiter in sie investieren.