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(c) DACS; Supplied by The Public Catalogue Foundation
04 Feb 2021

John Wesley (1703-1791): Pionier der Kleingruppenarbeit

Im Blog «Lernen aus der Geschichte» beleuchten wir inspirierende Beispiele aus der Kirchengeschichte.

Lust auf Wesleys Methode zur Förderung von Heiligung und Nachfolge? Dann herzlich willkommen in seinem Kleingruppenprogramm, in dem sehr viel Wert auf Pünktlichkeit, gemeinsames Singen, Beten und Bibellesen gelegt wird. Die Treffen haben eine explizit «überwachende Funktion», und alle sprechen offen und frei über den Zustand ihrer Seele. Was das bedeutet? Ganz einfach: In jedem Treffen werden die folgenden vier Fragen durchgegangen:

  1. Welche bewussten Sünden hast du seit dem letzten Treffen begangen?
  2. Mit welchen Versuchungen wurdest du konfrontiert?
  3. Wie wurdest du daraus befreit?
  4. Was hast du gedacht, gesagt oder getan, von dem du dir nicht ganz sicher bist, ob es Sünde war?

Weiter empfiehlt Wesley, am Mittwoch und am Freitag bis um 15.00 Uhr zu fasten und regelmässig das Abendmahl zu feiern.

Durch diesen äusserst methodischen Ansatz in Sachen Jüngerschaft kam die neue Bewegung auch zu ihrem Namen: Methodisten. Wen wundert’s, dass es bald auch Kritik an seinem rigorosen Ansatz gab! Wesley verstand jedoch Heiligung und Reinheit immer als ein Wachsen in der Liebe zu Gott und den Menschen. Heiligkeit und Reinheit waren für ihn nicht einfach irgendwelche «persönliche Tugenden», denn der tugendhafte Mensch schaut bloss auf sich und seine Reinheit. Der «reine Mensch» jedoch wendet sich ganz Gott und seinen Mitmenschen zu.